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Igel gefunden - was tun?

 

Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, geschützte Arten aus der Natur zu entfernen. Es ist jedoch erlaubt hilfebedürftige Igel sachgerecht aufzuziehen bzw. gesund zupflegen.

 

Woran erkennt man die Hilfebedürftigkeit eines Igels?


  • Verletzter Igel

Der Igel waist offensichtliche Verletzungen auf oder befindet sich an einem Ort der Verletzungen als wahrscheinlich annehmen lässt (Straßen, Baustellen, usw.).
An Stellen wie in Lichtschächten, Baugruben oder ähnlichen Baulichkeiten sollte man den Igel in die Freiheit verhelfen.


  • Kranker Igel

 

Der Igel ist apathisch, rollt sich nicht zusammen (natürliche Abwehrhaltung) und sieht abgemagert aus (eingefallende Augen und hervorstehende Hüften).

Der Igel ist als nachtaktives Tier tagsüber unterwegs, torkelt oder hat Insektenlarven und Insekteneier im Stachelkleid.

 

 


  • Verwaiste Igelsäuglinge

Jungtiere mit meist geschlossenen Augen und Ohren die sich außerhalb des Nestes befinden und sich kalt anfühlen.

 

 

Bitte nicht stören

Nachts entdeckte Igel sollten ungestört gelassen werden, es sei denn, sie befinden sich an Orten, wo sie unmittelbar Gefahren ausgesetzt sind: beispielsweise auf stark befahrenen Straßen, in Kellerschächten, in Swimmingpools ohne griffigen Uferausstieg oder in anderen Fallen

Ausnahme: Unter winterlichen Bedingungen (Schnee, Frost) nachts oder tagsüber gefundene Igel sollten zunächst in Obhut genommen werden. Dann sollte unbedingt ein Fachmann für die Weiterbetreuung konsultiert werden.

 

Weitere Maßnahmen

Dies sind der Reihenfolge nach:

  • Beschaffung eines provisorischen Transportgefäßes (Katzenbox, größerer Karton mit Deckel und Luftlöchern), das mit zerrupftem Toilettenpapier oder anderem Weichmaterial ausgepolstert ist.
  • Beim Aufnehmen des Igels Handschuhe oder ein dickeres Tuch verwenden (Stacheln!).
  • Nach Möglichkeit Wiegen des Igels mittels einer Waage mit Messbereich max. 2 kg (Genauigkeit etwa 2 g).
  • Unterbringen des Tieres in dem Transportgefäß.
  • Erste Versorgung mit Futter; hierzu ist geeignet Katzen-Dosenfutter in kleinen Portionen (1 - 2 Esslöffel), kein Obst.
  • Als Getränk nur Wasser, keine Milch, anbieten.
  • In allen Fällen sollte der Finder des Tieres eine ortsnahe Igelbetreuungseinrichtung konsultieren (im Notfall einen Tierarzt).

 

 

Futter

Igel sind Insektenfresser, also kein Obst und zunächst kein Hartfutter geben.

 

Kompetenter Rat

für die Region Frankfurt (Oder)

NABU Kreisverband Frankfurt (Oder), Fachgruppe Mammologie, Arbeitskreis Igelschutz, Telefon 0335 6803179

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NABU - Treff
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NABU - Treff
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20.06.2012- 19:00 Uhr

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23. - 29. KW

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